Archiv für Juli 2010

Made of the words „California“ and „fornication“…

Nachdem ich im Mai 2009 schon die erste Staffel Californication gesehen habe, habe ich in den vergangenen Tagen die zweite Staffel auf deutsch geschaut und ziehe mir grade die dritte Staffel auf Englisch rein. Es geht es so turbolent weiter wie es angefangen hat: Hank Moody, ein mehr oder weniger erfolgreicher Schriftsteller, der in der Hölle von L.A. sein Glück sucht. Er bezeichnet den Bereich von seinen Kniescheiben bis zu den Brustwarzen als seinen Schwanz, trinkt literweise Hartalk und kifft was das Zeug hält.

»Californication« schockt mit dreckiger Sprache und pornografischen Szenen und ist die nihilistischste unter den schwarzen Komödien, die das Fernsehen bisher ausgespuckt hat. Gnadenlos ausgespielt werden der hemmungslose Egoismus und die alles durchdringende Manipulation karrieregeiler Aufsteiger. (Heike Karen Runge)

Hank und seine Freunde sind in puncto Beziehungen, Partys oder Jugendschutz sehr freizügig. Teure Villen, Quickies, Kokain… was kostet die Welt. Natürlich geht es auch um Liebe und so. So etwas darf ja nicht fehlen! Mit tiefschwarzem Humor, Wiskey und dem American Dream auf eine Tour durch Los Angeles!

Jedoch möchte ich die „Renn Yuppi Renn“ Menschen besonders warnen, bevor sie diesen Film zu gucken. Mit unter können hedonistische Orgien, große Benzinfresser oder chici-micki Wohnsitze zu sehen sein. Luxus, ey! All das, was verwerflich erscheint. Aber um es mit Hank Moodys Worten zu sagen: No problem: I fucking hate you too. Even a bit more.

Wie auch immer – Hier die erste Folge Californication:


Mir bleibt jetzt noch, den dazugehörenden Soundtrack anzupreisen:

Der beste Track, neben dem Intro ist Sunny Day In Hell von Argyle Johansen…

Dresden: Antifaaktion gegen Islamrassismus

Nachdem in der Nacht zum 22.07.2010 drei der Mahnmale der Kunstinstallation „18 Stiche“, die an den rassistisch motivierten Mord an Marwa el Sherbini erinnern sollen, beschädigt wurden, trafen sich heute ca. 30 Antifaschist_Innen zu einer Spontandemonstration.

Aufgrund des schlechten Wetters und der geringen Anzahl an motivierten Teilnehmer_innen wurde nach gemeinsamer Absprache beschlossen, doch lieber mehrere Kundgebungen an den Mahnmalen, die über das ganze Innenstadtgebiet verteilt sind, abzuhalten.
via/weiterlesen.

Eines der 18 Mahnmale:

Antifa Recherche Team Dresden: Review 16

Das Antifa Recherche Team Dresden hat eine interessante Broschüre herausgegeben. Es handelt sich um die 16. Ausgabe des „Review“. Diese beschäftigt sich nicht nur mit dem desaströsen Naziaufmarsch am 13. Februar, sondern auch mit dem neuen Versammlungsgesetz, welches eben solche Zusammenkünfte zu regeln versucht. Außerdem werden die 1.Mai-Demonstrationen und Brandanschläge mit rechtem Hintergrund genauer betrachtet. Da die Internetpräsenz von Venceremos schon seit einiger Zeit nicht zu erreichen ist, verweise ich unten auf addn.me. Also: Lest selbst…

via.

Dorf-Antifa: Back to the Roots?

via.

arbeitslos. arbeitslos. arbeitslos.

via.

Von Krawalltouristen und dem schlampigen Umgang mit Betäubungsmitteln

Am gestrigen Freitag, den 16. Juli fand in der „ALGE“ in Oschersleben eine Geburtstagsparty statt. Wer hatte Geburtstag? Die ALGE – Alternative Lebensgestaltung e.V. selbst: Auf dem Grundstück dieses mittlerweie 10 Jahre alten Vereins gab es eine Bar, eine Vokü, Musik auf dem Hof und drinnen eine Bühne. Ich war zum erstemal in diesem Schuppen und muss sagen, dass es schon ein weinig keimig war, aber mir im großen und ganzen gefallen hat. Als abstoßend empfand ich bspw. die Hundescheiße, die permanent im Hof lag. Manch eine_r wird sich daran errinnern. Naja, whatever.

Meine Motivation, an diesem Abend nach Oschersleben zu fahren – und nicht nach Halle – war der Gig von Blockwart und seiner Crew. Nun kannte ich einige Tracks von ihm und habe hier auch schon vom Krawalltouristen-Rap berichtet. Nach irgendwelchen ganz grässlichen Death-Metal-, Hardcore- und Punkbands (oder war es nur eine?) liefen endlich die Blockwärter ein…
Die komplette Combo (5-7 Jungens), strampelte deutlich benebelt* auf der Bühne herum. Sah zwar komisch aus, brachte das Publikum jedoch auch dazu, richtig abzugehen.
Der dritte oder vierte Track begann mit: „Warum ich hier bin?! Krawall man!“ Allein das Intro brachte den Raum zum ausrasten. Nebenbei bemerkt: Es gab dazu ein Snippet mit „Bullenwagen klau‘n und die Innenstadt demolier‘n“ – sehr cool. Auch die weiteren Tracks waren nicht schlecht. Zwar habe ich ehrlich gesagt mehr erwartet – aber in anbetracht der Breitheit der Interpreten… Ok. Das Publikum ließ sich außerdem bei der Stange halten, da massig Freialk von der Bühne herunter spendiert wurde. „Wir haben euch was mitgebracht… Schnaps! Schnaps! Schnaps!“ Prollig, aber was soll’s. Rap, wa!?

Im übrigen war auch der bekannte Atze Karl in Oschersleben am Start! Dazu sag ich nur: „Atze brenn den Club ab!“

Die Situation der Alge sieht wohl nicht ganz so rosig aus. Schade. Aber: Ich persönlich schiebe schon ziemlichen Hass auf Oschersleben. Nicht nur, dass das Bahnticket fucking teuer ist. Mensch kann dort nicht seine Sachen liegen lassen, da sie relativ zügig stibitzt werden. Natürlich lässt mensch Rauschmittel und ähnliche Substanzen normalerweise nicht unbeaufsichtigt… Il est bien connu.
Aber vor/während/nach irgendwelchen Sinnlos-Antifa-Aktionen in der Stadt verschwand nicht nur mein Tabak, sondern auch die Wochenendration Weed. Damn!

So is das Leben. Und da wir so oder so nicht die notwendigen Böcke hatten, länger dort zu bleiben, ging es auch gleich weiter.

Gefrustet standen einige Genossinnen und Freunde in aller Frühe am Bahnhof, um mit dem ersten Zug nach Hause zu fahren. So ein Rotzabend. Wären wir mal doch nach Halle gefahren…

_____________________________________
*Isch mein damit schon so rischtisch druff, Allda!

How to tell if your cat is plotting to kill you.

via.

I read some Marx – Katy Perry feat. Atze Karl


via.